Drei unendlich lange Flüge und die ersten Tage in Melbourne
21.02.2007 - 27.02.2007
25 °C
Am Mittwoch, den 21. Februar 2007 ging es endlich los, alle Klausuren geschrieben und (soweit ich weiss) bestanden, mit dem Semesterticket nach Frankfurt zum Flughafen. Am Tag davor hatte ich gepackt, meine Tasche nochmal gewechselt, nachdem die erste zu groß gewesen war (man stelle sich das mal vor). Da meine Eltern beide arbeiten mussten, verabschiedete ich mich in Kassel von ihnen und fuhr alleine nach Frankfurt. Das Einchecken verlief schnell und problemlos. Neuerdings gibt es für alle Flüssigkeiten und Cremes neue Auflagen, die Behälter durfen maximal 100ml fassen und insgesamt nicht mehr als einen Liter ergeben, was auch bedeutet, dass man keine Wasserflaschen mit an Bord nehmen darf. Ausserdem müssen die Behälter in eine 1L-Plastiktüte, die wiederverschliessbar ist. Nach dem Einchecken hatte ich noch eine Stunde Zeit, habe also nochwas gegessen und bin dann durch den Zoll, wo ich mich erstmal einige Zeit mit dem jungen Beamten unterhalten habe, der auch aus Kassel kam, bis die Schlange hinter mir immer länger wurde. Am Gate waren fast nur Europäer, hätte ich nicht erwartet, da ich ja mit Emirates geflogen bin. Der erste Flug war relativ unspektakulär, ich hatte eine ganze Reihe für mich, da es aber mitten am Tag war, war ich nicht müde, weshalb es eigentlich auch egal war. Dann kam ich in Dubai an, leider konnte ich das tolle Sieben-Sterne-Hotel vom Flugzeug aus nicht sehen, da wir aus der falschen Richtung ankamen, aber Dubai sieht von oben echt seltsam aus, zwischendurch sind immer ganz große Stücke Land, auf denen keine Häuser stehen mitten in der Stadt, aber vielleicht wirkte das auch nur so, schließlich war es dunkel. Der Flughafen in Dubai war eher wie ein riesiges Einkaufszentrum, alles war am Duty-Free-Shoppen - wohlgemerkt morgens um 1 Uhr.
Ich hatte nur knapp zwei Stunden Aufenthalt, weil der erste Flieger wegen des Nebels über Frankfurt verspätet gestartet war, diese gingen recht schnell rum. Auf dem zweiten Flug hatte ich leider keine Reihe für mich, sondern saß am Gang neben einem netten älteren Ehepaar aus Mazedonien, die leider kein Wort Englisch sprachen, aber mit Händen und Füßen kamen wir trotzdem ganz gut zurecht. Habe ein paar Filme geguckt, nicht viel geschlafen, hatten dann einen einstündigen Zwischenstopp in Singapur, wo es ziemlich warm war und wir den Flieger verlassen durften - mittlerweile waren sehr viele Australier im Flugzeug, überall der typische Akzent.
Dann ging es weiter, ein letztes Mal sieben Stunden (insgesamt waren es so um die 21 reine Flugzeit) und dann war ich endlich in Melbourne. Dort war es trotz vom Piloten angekündigten 19 Grad sehr warm, der Flughafen sah haargenau so aus wie in Sydney, was etwas seltsam war, habe dann für Locco im Duty-Free-Shop noch zwei Flaschen Bundy Rum gekauft und bin durch den Zoll gegangen. Dann habe ich Locco endlich wiedergesehen, nach acht Monaten, was wirklich sehr schön war. Es war morgens um 1, weshalb wir so schnell wie möglich nach Hause gefahren sind, wo ich nur noch geduscht habe und dann ins Bett gegangen bin. Am Freitag waren wir in Port Melbourne, dem nächsten Stadtteil, der direkt am Meer liegt. Man kann ihn von der Wohnung aus sehen, da sie im 25. Stock ist - echt ein traumhafter Blick.
Dort habe ich mir erstmal einen heftigen Sonnenbrand geholt, weil ich unterschätzt habe, wie stark die Sonne brennt, immerhin ist hier noch Sommer und an dem Tag waren es etwa 35 Grad. Schon ein krasser Unterschied, mir ging es auch nicht so toll, wohl auch durch den Jetlag.
Von Port Melbourne sind wir mit der Straßenbahn in die Stadt gefahren, sind dort noch ein wenig rumgelaufen, in Chinatown (viel schöner in Sydney) und waren einkaufen. Abends haben wir dann auf dem Balkon mit Blick auf die Skyline Thailändisch gegessen - mmmhh...
Samstag morgen war ich dank Jetlag schon um vier Uhr wach. Tagsüber waren wir dann auf den Queen Victoria Markets, wo man echt alles kaufen kann, sogar Grünkohl und Klöße, was wir auch gemacht haben, neben viel frischem Obst und Gemüse und Fleisch. Sonntag waren wir in Richmond, einem Stadtteil mit vielen vietnamesischen Einwanderern und tollen asiatischen Läden, außerdem gibt es dort Ikea, leider durfte ich da aber nicht hin. Abends sind wir dann noch ein wenig durch die Docks gelaufen - Loccos Wohnung ist in den Docklands, direkt am Yarra River und ganz in der Nähe der Mündung in den Port Phillip; die Gegend wird im Moment zum modernen, stylischen Wohngebiet umgebaut und es gibt viele teure Restaurants und sinnlose Kunstwerke - und haben Moussaka gemacht.
Gestern musste Locco wieder arbeiten und ich war zu Hause und zwischendurch mal spazieren. Locco hatte vor eine Woche einen mittelschlimmen Wasserschaden und deshalb ist die Wohnung etwas chaotisch, also versuche ich im Moment, sie wieder einigermaßen herzurichten. Außerdem habe ich endlich meine tollen Lieblingssendungen wieder, was ich erstmal ausnutzen musste. Heute habe ich auch noch nicht viel gemacht, immerhin habe ich Ferien, den Jetlag habe ich wohl mittlerweile überwunden und die Wohnung ist einigermaßen bewohnbar, deshalb werde ich mich morgen mal auf die Socken machen und die Stadt erkunden.
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Posted by butafly 27.02.2007 4:10 PM Archived in Round the World | Australia








Hallo Leonie,
ich habe gerade alles nachgelesen und bin gespannt auf deine weiteren Einträge!
Ich wäre gerne auch in Melbourne, da es hier gerade graupelt...
Liebe Grüße Ursula
18.03.2007 by UrsulaW