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Wilsons Promontory - der südlichste Zipfel Australiens

Wochenendtrip in den wunderschönen Nationalpark und die nächste Woche

rain 18 °C

Am Freitag, den 23. März holten Locco und ich nach Loccos Arbeit unseren Mietwagen von Hertz ab, packten das Auto voll und fuhren los. Gleich an der ersten Kreuzung nach unserer Parkplatzausfahrt verfuhren wir uns, weshalb wir für die ersten fünf Kilometer erstmal eine halbe Stunde brauchten, aber dann kauften wir eine Autokarte (so nützlich, die Dinger *g*) und danach ging es. Das Tolle war nur, dass es ungefähr nach der Hälfte der Strecke wie aus Kübeln anfing zu gießen und die ganze Nacht nicht mehr aufhörte. Prima für die vertrocknete Landschaft und die fast leeren Staudämme, aber blöd, wenn man ein Wochenende Urlaub machen will. Wir kamen also im Regen etwa eine Stunde später als geplant an, bezogen unseren Bungalow in Yanakie, einem Ort mitten im Nichts direkt vor den Toren des Nationalparks an der Shallow Inlet-Bucht, und gingen ins Bett. Morgens regnete es immer noch, gegen 10 Uhr wurde es dann besser und wir machten uns auf in den Nationalpark. Wir fuhren zu einem Parkplatz, von dem aus mehrere Wanderwege zu erreichen waren. Von der unbefestigte Seitenstraße dahin aus sahen wir aus nächster Nähe ein Emupärchen und eine große Herde grauer Kängurus, was echt toll war.
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Wir parkten das Auto und liefen los zu einem Ausguck namens Vereker Outlook. Leider fing es alle zehn Minuten wieder an zu regnen und man sah meistens nicht viel außer Wolken, so dass wir oben ziemlich durchnässt und mit einem ziemlich angepissten Locco ankamen. Glücklicherweise hatte es gerade mal aufgehört zu regnen, so dass wir wenigstens ein bisschen die Aussicht genießen konnten.
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Ironischerweise begann gerade dann, als wir wieder unten am Auto waren, die Sonne zu scheinen.
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Wir fuhren zurück zum Campingplatz und trockneten erstmal unsere Kleidung und uns und wärmten uns auf, aßen etwas und fuhren dann am späten Nachmittag nochmal tiefer in den Nationalpark, aber Locco hatte wegen des blöden Wetters und seiner mittlerweile ziemlich wunden Füße keine Lust mehr, weshalb wir nur noch ein paar Strände und mit dem Auto erreichbare Ausblickspunkte anfuhren. Im Anschluss fuhren wir in den nahegelegenen Ort Foster (auf dem Weg sahen wir einen toten Wombat und Locco sah ein lebendiges Echidna, ich aber nicht, da ich gerade für ihn seine CD wechseln musste :( ) und aßen im dortigen Pub je eine Fischplatte mit frischem Fisch und Meeresfrüchten aus dem Shallow Inlet, allerdings war das meiste leider paniert, obwohl wir es anders bestellt hatten. Abends spielten wir ein Spionbrettspiel, ich gewann, haha, endlich Rache für all die Monopoly-Niederlagen meinerseits.
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Am nächsten Morgen war das Wetter etwas besser, aber immer noch nicht toll. Wir fuhren nach Tidal River, den einzigen Ort im NP, der aber eigentlich nur aus Touristeninformation und einem wunderschönen Campingplatz besteht. Meine Eltern und ich hatten letztes Jahr versucht, daraufzukommen, aber die Plätze werden in den Sommermonaten schon lange im Voraus verlost, weshalb wir nicht in den Wilsons Prom fahren konnten.
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Locco und ich gingen am Fluß spazieren und dann Richtung Küste, Locco streikte aber mal wieder und deshalb mussten wir leider umdrehen, weil er sich nicht mehr lange dort aufhalten wollte.
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Wir fuhren noch ein paar schöne Ecken an und machten uns dann auf dem Heimweg. Zwischendurch besuchten wir noch Loccos Tante in ihrem Cornershop in Leongatha und aßen fish & chips in einem kleinen Ort direkt südlich von Melbourne. Außerdem sah ich nun endlich auch ein Echidna, Locco entdeckte es direkt neben der Straße, leider jagte es ein Idiot vor uns ins Gebüsch.
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Dann gingen wir noch Einkaufen und mussten schließlich richtig hetzen, um das Auto noch pünktlich abzugeben, ich glaube, wir hatten noch drei oder vier Minuten, als wir dort ankamen. Insgesamt war es ein sehr schönes Wochenende, wir verstanden uns sehr gut, auch wenn wir leider etwas unterschiedliche Vorstellungen hatten.
In der Woche darauf passierte nicht viel, Dienstag guckten wir Borat (endlich auf DVD!) am Mittwoch war ich in den Docklands unterwegs und guckte mir die ganzen Kunstwerke an, Donnerstag war ich im Melbourne Museum, was echt interessant war, besonders die Ausstellung der "besonderen Lernleistungen" einiger Schüler der 12. Klasse verschiedener Melbourner Schulen, die Mode, Fotografie, Möbeldesign und vieles mehr beinhaltete. Außerdem sah ich den ausgestopften Phar Lap, das berühmteste australische Rennpferd aller Zeiten. Leider reichte die Zeit nicht, um alles zu sehen, aber ich kam umsonst rein, obwohl ich eigentlich hätte zahlen müssen. :)
Donnerstag abend war mal wieder ein StudiVZ-Treffen im Young & Jacksons (wir kommen von diesem Pub einfach nicht weg, obwohl er nichts besonderes ist), dieses Mal waren um die 20 Leute da, kein Witz, echt der Hammer, wie viele gekommen sind. Hatte viele nette Unterhaltungen und alles in allem einen sehr coolen Abend. Diesen Donnerstag ist das nächste Treffen, schade, dass ich bald fahre, ist ein cooler Stammtisch, hoffentlich bleibt es so.
Freitag gingen Locco und ich zum Saisonauftakt der Australian Football League - der Sport nennt sich auch Australian Rules oder einfach footy und wird nur in Australien, ja sogar fast nur in Victoria gespielt, deshalb sind hier auch alle völlige AFL-Fanatiker, jedenfalls spielten St Kilda gegen Melbourne (also die Innenstadt), erst war ich für Melbourne, aber St Kilda spielte dann doch besser und gewann haushoch. Das Spiel geht vier mal dreißig Minuten und zieht sich etwas, wenn man nicht so daran interessiert ist, aber die Atmosphäre war super.
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Am Samstag gingen wir in den Fitnessraum, lernten und machten einen langen Spaziergang nach Port Melbourne. Am Sonntag machten wir auch nicht viel, wir wollten eigentlich eine Brauerei besichtigen, die hatte aber leider doch nur Montag bis Freitag auf. Abends wollten wir eigentlich in ein kroatisches Restaurant gehen, aber dort angekommen hatte es leider zu, weshalb Locco dann eins seiner berühmten Locco-Curries machte, was mindestens genauso gut war.
Was komplett anderes, ich glaube nicht, dass ich es hier schon erwähnt habe, ich werde am 23. April Stammzellen für einen Leukämiekranken spenden, bin seit etwa drei Jahren registriert und wurde vor zwei Monaten deshalb angeschrieben, kann euch alle nur bitten, euch auch zu registrieren, vielleicht könnt ihr einem Menschen das Leben retten, für euch besteht kaum ein Risiko.
Liebe Grüße aus dem winterlichen Melbourne, Leonie

Posted by butafly 29.03.2007 09:49 Archived in Round the World | Australia

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